Leseproben aus dem eBook "Kein bisschen Frieden im Paradies"


Unsere ersten Gehversuche außerhalb unseres Camps waren interessant und aufschlussreich. Den Verlauf der Straße links neben unserem Camp erkennt man eindeutig durch den seitlich lagernden Müll.

   Müll ist allgegenwärtig, und zwar absolut überall. Unser und die anderen Camps, sind mit einem Maschendrahtzaun umgeben. Das ist für die Menschen im Camp gut, denn der durch den Wind aufgewirbelte Müll, bleibt außen am Zaun hängen. Oft ist die gesamte Fläche des Zauns mit Plastiktüten, Papier und sonstigem Müll tagelang verziert.

   Unsere Pförtner sind absolute Ureinwohner. Der ältere Pförtner hat sich wahrscheinlich das letzte Mal vor vielen Monaten gewaschen und hört den ganzen Tag Koran-Musik, trinkt Tee oder betet und betet.

   Beide gehen mit ihren Teekannen, zweimal am Tag in die Wüste, um dort ihre Notdurft zu verrichten. Wenn die Notdurft erledigt ist, wird aus der Teekanne, Wasser auf die Hände gegossen, um dann den Hintern damit zu waschen.

 

Ist das nicht hygienisch? Falls nicht, dann weiß ich es nicht. Mit diesen Händen isst er auch.