Eine schockierende Kultur

 Leseprobe aus Kapitel 01

 

 Einige Zeit später wurde gesagt, dass wir nicht in den Irak ausreisen dürfen. Allerdings könnten sie uns, falls wir es möchten, illegal in der Nacht über die Grenze bringen. Falls wir das nicht wollten, könnten wir auf dem Fußboden des Flughafens übernachten.

 

Wir haben uns für die Übernachtung im Flughafen entschieden. Geschlafen haben Werner und ich eine gefühlte halbe Stunde auf einer Fensterbank, auf dem Fußboden war kein ausreichender Platz für uns mehr vorhanden. Dort lagen mindestens 400 Pakistani, Chinesen, Chilenen, Japaner und Beduinen und was es noch für Bevölkerungsgruppen gibt.

 

Es stank bestialisch nach Körper-Gerüchen.

 

Am nächsten Tag mussten Werner und ich uns bei einem uniformierten Beamten melden, der uns offiziell aus Kuweit auswies. Die ganze Prozedere der Ausweisung, lief mit einer für uns ungewöhnlichen Ruhe ab.

 

Der Taxifahrer, der uns zur Grenze bringen sollte, hatte einen unangenehmen penetranten Körpergeruch. Wir bekamen unsere Koffer und gingen zu dem Auto oder besser gesagt was davon übrig geblieben war, denn es war mal eins, ein alter amerikanischer Straßenkreuzer in einem äußerst desolaten Zustand. Schon nach rund 200 Metern überquerte der Fahrer einfach eine zweispurige Autostraße, einschließlich eines mindestens 40 Meter breiten Mittelstreifens. Das Auto schlug mehrfach auf, aber das musste wohl so sein.

https://www.lebensweg-erinnerungen.de/2018/09/09/eine-schockierende-kultur/

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