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Ungarn in unserem Haus

Leseprobe aus Kapitel 4

 

Bei einer Mieterin waren wir auch nicht sicher, ob sie überhaupt eine Schule besucht hat? Um als Altenpflegerin beschäftigt zu werden reicht das offensichtlich dennoch. Wie unterhalten sich diese Altenpflegerinnen mit den Senioren?

 

Die Antwort war: »du nicht brauchen sprechen deutsch, wir nicht viele „bei die Alte“ sprechen deutsch. «

 

An einem Montag saßen wir auf unserer Terrasse, die unterhalb von dem Appartement der Ungarn sich befindet und wollten ein wenig die Sonne genießen. Leider war das nicht lange möglich, denn der Ehemann fing wieder an, über einen längeren Zeitraum bei offenem Fenster krankhaft zu Husten. Wir haben uns dann erlaubt, zu ihm freundlich Hochzurufen und ihn gebeten wenigstens das Fenster zu schließen. Darauf hat er aber nicht reagiert und weiter gehustet. Wir haben dann kapituliert, die Terrasse verlassen und sind in unsere Wohnung gegangen, wir konnten es nicht mehr ertragen.

 

Es wurde immer schlimmer mit dem vorsätzlichen unerträglichen Lärm. Wir haben dann an deren Wohnungstür geklopft um mit der Ungarin vernünftig über ihren Mitbewohner zu sprechen. Die Tür wurde nicht geöffnet, aber der Mitbewohner hat auf unser Klopfen mit äußerst lautem primitivem Geschreie reagiert. Das wiederholte sich noch einige Male und jedes Mal reagierte er auf unser erneutes Klopfen, nur mit lautstarkem Gebrüll. Nachdem das Klopfen an der Wohnungstür keinen Erfolg brachte, haben wir an der Haustür zweimal geklingelt, er reagierte wieder nur mit lautem Gebrüll.

 

»Bis 22:00 Uhr kann ich so laut sein, wie ich will, schließlich will ich ja auch leben. « Dann kam ihr Mitbewohner dazu und fing schon auf der Treppe an uns anzuschreien, leider konnten wir nicht alles verstehen, da er ungarisch sprach. Worte wie „Gas“, „Auswitsch“ und „ich Ungar“ konnten wir verstehen, da er die Worte immer wiederholte. Das „Gespräch“ fand im Treppenhaus vor unserer Wohnungstür statt.

 

Nach wie vor steht der Ungar nur mit einer Unterhose bekleidet im Badezimmer am Fenster, in der einen Hand ein Telefon, in der Anderen eine Zigarette. Wir und auch unsere Nachbarn, können uns in unserem Garten dann nicht mehr normal unterhalten weil er sehr laut telefoniert und krankhaft hustet. Dieses äußerst asoziale Verhalten ist aus unserer und der Nachbarn Sicht, provokativ und erfolgt im Tagesverlauf sehr oft, manchmal auch ständig.

 

Fazit ist, Narrenfreiheit kann man erlangen, wenn man aus den neuen EU-Ländern kommt. Zumindest kann man mit sehr viel Nachsicht rechnen.

 

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